Taijiquan / Qigong

Taijiquan (太極拳 tàijí quán ) zählt zu den inneren Kampfkünsten, und basiert wie Qigong (气功 qìgōng) auf dem chinesischen System der Inneren Arbeit (内功 nèigōng). Durch fortlaufendes praktizieren und erforschen eröffnet einem diese Körperarbeit Schritt für Schritt den unendlichen Mikrokosmos des Körpers, das Labyrinth des Geistes, deren verwobene Zusammenarbeit und die feinen Gesetze der Natur denen alles folgt. Diesen endlosen Prozess des immer tieferen Verstehens nennen die Chinesen 彻悟 (chèwù) der schliesslich zur Erleuchtung 悟 (wù) führen soll.

ist Taiji eine Kunst?

Wie alles was wir lernen, kann man auch Taiji regelmäßig betreiben und sich dadurch verbessern. Man kann mit entsprechendem Fleiß und Unterstützung guter Lehrer, sein können weiter entwickeln und seinen Körper und Geist immer feiner kontrollieren.

Zur Kunst wird Taiji aber erst wenn die Verfeinerung so weit fortgeschritten ist, dass es von außen betrachtet aussieht, als ob man seine Übungen ohne besondere Anstrengung machen kann.

Struktur und Verbindung

Meine Erfahrung zeigt mir, dass es für beide Bewegungskünste (Taijiquan und Qigong) wichtig ist, die innere Struktur und die inneren Verbindung aufzubauen, um den Qifluß zu entwickeln. Das führt zu harmonischen und runden Bewegungen und bildet gleichzeitig die notwendige Basis für das Timing in der Partnerarbeit.